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Bekämpfung des Menschenhandels

Freitag, 21. Oktober 2011

Meine Rede im Deutschen Bundestag vom 20. Oktober 2011:

Entwurf eines Gesetzes zu dem Übereinkommen des Europarats vom 16. Mai 2005 zur Bekämpfung des Menschenhandels

Sehr geehrte Frau Präsidentin / sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Menschenhandel ist eine der schwersten Straftaten weltweit. Erniedrigung, Bedrohung, sexuelle Ausbeutung, Misshandlung – die Opfer unterliegen schwerwiegenden Verletzungen der Menschenrechte. Menschenhandel ist daher nichts anderes als eine moderne Form der Sklaverei.

Der Menschenhandel kann verschiedene Formen annehmen wie Zwangsprostitution, illegaler Organhandel oder Zwangsarbeit bzw. wirtschaftliche Ausbeutung. Er zielt jedoch immer auf die Ausbeutung von Menschen ab und ist für die Täter und Täterinnen ein äußerst lukratives Geschäft.

Durch die Globalisierung hat dieses kriminelle Geschäft in den letzten Jahren eine neue Dimension erhalten. Der Menschenhandel gehört mittlerweile zu den am stärksten globalisierten kriminellen Märkten und findet oftmals grenzüberschreitend statt. Da nicht nur die Herkunftsländer betroffen sind, sondern ebenso die Transit- und Zielländer betrifft der Menschenhandel uns alle – in Europa, in Afrika und in anderen Teilen der Welt.

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Gegen Menschenhandel und Ausbeutung

Montag, 22. November 2010

12,3 Millionen Menschen sind weltweit von Zwangsarbeit betroffen – so sagt es der 2005 erschienene Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). 2,4 Millionen dieser Menschen befinden sich als Folge von Menschenhandel in unfairen Zwangsarbeitsverhältnissen.

Menschenhandel ist eine schwere Verletzung der Menschenrechte und als moderne Form der Sklaverei ein äußerst gewinnbringendes Geschäftsfeld der organisierten Kriminalität, von skrupellosen Anwerbeagenturen und ausbeuterischen Arbeitgebern. In den Industrieländern wird die Zahl derBetroffenen auf ca. 270.000 geschätzt und in Berlin Brandenburg werden seit 2006 Fälle von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung offi ziell registriert.

Die fehlende öffentliche Wahrnehmung und Anerkennung der erlittenen Straftaten führen dazu, dass im sozialen und Arbeitsumfeld von (potenziell) Betroffenen das Phänomen kaum erkannt wird. Im Berliner Bündnis gegen Menschenhandel (BBGM) haben sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Berlin-Brandenburg, die Internationale Organisation für Migration (IOM), die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und die Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales (SenIAS) zusammengeschlossen. Ziel ist es, im Rahmen dieses Bündnisses stärker auf diese Form des Menschenhandels aufmerksam machen und einen umfassenden Ansatz zu dessen Bekämpfung entwickeln.

Hier gibt es unter der Rubrik Hörbar einen Audiobeitrag zu meinem Vortrag auf der Konferenz “Für eine faire Arbeitswelt – Gegen Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung” vom 16. September 2010, ausgerichtet von der Friedrich-Ebert-Stiftung und der International Organization for Migration (IOM).