Die zahlreichen Fälle von sexuellem Missbrauch, die in den vergangenen Monaten bekannt wurden, haben uns schockiert. Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen ist ein abscheuliches Verbrechen. Es muss alles dafür getan werden, diese Fälle aufzuklären, den Opfern zu helfen und weitere Fälle zu verhindern. Der von der Bundesregierung einberufene Runde Tisch darf kein Alibi dafür sein, die Hände in den Schoß zu legen.
Wir haben deshalb in der SPD-Bundestagsfraktion unsere Forderungen an den Runden Tisch klar formuliert: Unter dem Motto „Hinsehen, handeln, helfen!” fordern wir die Bundesregierung auf, die bekannten Missbrauchsfälle aufzuklären und zu ahnden, die Opfer zu unterstützen und die Prävention vor sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit zu machen.
Die SPD hat bereits 2003 in Regierungsverantwortung eine umfassende Gesamtstrategie vorgelegt. Ich hoffe sehr, dass die Bundesregierung diese nun weiterentwickelt und mit dem nötigen Nachdruck umsetzt. Es gibt leider noch viel zu tun. Seit langem schon fordern wir etwa die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz. Die Koalition muss sich endlich dazu durchringen, dem zuzustimmen.
Jedes Mitglied unserer Gesellschaft - wir alle - müssen für Menschenrechtsverletzungen an den Schwächsten sensibilisiert werden. Wir dürfen keine Mauer des Schweigens dulden! Wenn ein Kind von Gewalt betroffen ist, müssen wir hinsehen, handeln und helfen!
http://www.spd-fraktion.de/cnt/rs/rs_datei/0,,13358,00.pdf
Tags: Handeln, Helfen, Hinsehen, Mauer des Schweigens, Menschenrechtsverletzungen, Missbrauchsfälle, Sexuelle Gewalt








